Der Weg

  

Balduin und Veronika hatten den Wunsch eine lange Reise zu unternehmen, sie kamen von einem Planeten, den keiner kennt und aus einer für uns unbekannten Dimension. Ihr Ziel war ein Dimensionssprung zu uns. Ein Leben als Mensch auf der Erde.

  

Da Balduin und Veronika nicht wussten was sie alles auf der Erde erwarten würde hatten sie sich so einiges vorgestellt was sie mitnehmen sollten. Nur wie es so ist, hatten sie sich soweit abgestimmt, dass sie ein bestimmtes Programm absolvieren wollten. Es sollte von allem etwas dabei sein. Etwas Abenteuer, etwas Grusliges, etwas Beängstigendes sollte schon dabei sein. Veronika hatte sich sogar was ganz besonderes vorgenommen. Sie wollte die Tiefen des Seins erleben und durchleben. Sie hat sich da ganz was besonders ausgesucht. Das macht nicht jeder.

 

Den Mut hat nicht jeder.

 

Nun, es muss die Survival-Ausrüstung erst mal zusammengestellt werden. Dazu hatten sie sich extra einen Experten kommen lassen, der sie beraten hat sich so aus zustatten, dass auch all das so wie es geplant war auch so umgesetzt werden konnte.

 

Bei Balduin war ganz klar er wollte keine Risiken eingehen. Er hatte für jede Situation vorgesorgt. Für jede Eventualität war er bestens gerüstet. Für jede Situation hatte er das passende Instrument, Werkzeug oder Munition dabei. Er ging das Thema ganz ruhig und gejillt an.

  

Veronika war da ein wenig anders drauf. Man kann da nicht sagen, ob es jetzt Naiv war, oder oben es jetzt der besondere Hype war. Sie hatte sich an Werkzeug und Munition und an Instrumenten sehr spärlich ausgestattet. Sie hatte die Empfehlungen des Experten nicht so richtig angenommen, oder gerade bewusst um den Extrakick zu bekommen. Wie auch immer.

  

Beide traten die Reise an, die Reise zu dem Planeten Erde.

 

Ein Leben sollte es sein. Ein Leben wie es ein jeder kennt mit mal Bergauf und mal wieder Bergab. So wie es nun mal bei jedem so ist. Balduin den konnte ja nichts erschüttern. Er hatte für jede Situation was parat. Er hatte ein gutes Elternhaus, und er lernte bei seinen Eltern alles was einem so in dem Leben begegnet konnte. Er hatte starke Munition und konnte sich der Angriffe erwehren, im Gegenteil er war sogar einer der Mutigen, der Boden gut machte um den ihn viele andere beneideten. Er war gesegnet mit all seinem Tun.

 

Auch wenn es um Kniffliges ging hatte er das passende Instrument. So war es für ihn ein leichtes die geplanten Abenteuer zu absolvieren.

  

Veronika hingegen war mit vielen Prämissen und Defiziten aufgezogen worden. Sie hatte kein Elternhaus, das ihr das bot was für Balduin mehr als selbstverständlich war.

 

Sie war in ihrer Rolle Gut, aber nur so gut wie es ihre Möglichkeiten zuließen.

 

Veronika kannte dass es so etwas wie Mut gibt, wusste auch dass gewisse Werkzeuge und Instrumente einem dienlich sein konnten.

 

Nur leider war ihr entgangen wie man mit solchen Werkzeugen umgehen kann. Ihr war klar um weiterhin bestehen zu können es Wichtig sei mehr von diesen Werkzeugen zu haben. Das Aneignen dieser Werkzeuge erwies sich aber alles andere als einfach.

  

So es kam wie es kommen musste Veronika hatte sich verirrt. Sie hatte sich auf ihren Lebensweg verirrt, sie schien Verloren auf ihren Weg. Sie ging einen unbekannten Weg entlang, der sich als Sackgasse entpuppte. Als sie den falschen Weg bemerkte wollte sie umdrehen. Da war aber jetzt dieser Baum, der ihr den Rückweg versperrte. Den einzigen Weg zurück ins Leben. Jede Mühe war vergebens. Sie hatte weder die Kraft, noch das Geschick den Baum wegzubewegen. Auch hatte sie keinerlei Idee wie sie da herauskommen könnte. Sie war Gefangene ihrer Selbst.

  

Balduin konnte ihrem Leiden nicht mehr zusehen und eilte ihr zur Hilfe. Er kannte seine Werkzeuge und seine Hilfsmittel die man im Leben so braucht. Er wusste, dass in diesem Moment nur eine gute Motorsäge das Problem lösen konnte.

 

Schnell übergab er der Veronika die Motorsäge und hoffte zugleich, dass diese noch den Start Hebel umlegte und am Starter zog um die Säge zu starten. Das Problem wäre in Windeseile weg gewesen.

  

Veronika nahm die Motorsäge in die Hand. Sie schaute die Motorsäge von allen Seiten an und fragte sich, was soll ich denn damit tun?

  

Veronika hatte schon davon gehört, dass so was gäbe. Aber nur wie? Wie bekomme ich das dumme Ding zum Laufen? Nein das ist kein Werkzeug für mich. Nein ich kann das nicht.

 

Balduin verstand die Veronika nicht. Es ist doch so einfach. Von der Lösung sind nur Sekunden entfernt. Und Veronika verstand nicht was Balduin von ihr verlangte.

  

So wie geht die Geschichte weiter.

 

Bleibt die Veronika auf ewig in Tal der Finsternis, der Weg zurück versperrt von einem Baum ohne jede Hoffnung auf Erlösung? Kann der Balduin ihr anderweitig helfen?

  

Da kommt es jetzt auf die Veronika an. Ist sie gewillt einen andern Weg zu versuchen? Ist sie gewillt sich das Wissen um die Motorsäge anzueignen, oder hat sich doch noch was anderes in ihrer Werkzeugkiste? Zum Beispiel eine Flasche Nitro-Glycerin? Aber auch eine Hand voll Käfer die Bäume lieben wären dienlich, wenn dies auch etwas länger dauern würde wäre dieser eine ein Weg.