Die Abenteuer des Engels Balfour.

  

Dem Engel Belfour, der einer uralten Seelenfamilie angehört verweilte im Paradies, im Garten Eden. Einem wunderschönen Platz, der mit Worten nur schwer zu beschreiben ist. Es ist der Platz, von dem die Menschen träumen, seit sie auf der Erde sind.

 

Dort wo Milch und Honig fliest. Ein Platz wo es nur Freude und Liebe gibt.

 

Dort kann man es sich gut gehen lassen, dort ist man daheim, dort fühlt man sich wohl. Dort passt alles, Dort stimmt alles, fast alles.

  

Nun es geht um den weisen Belfour. Er ist schon lange im Garten Eden. Er kann die Tage, die Jahre, die Jahrhunderte schon nicht mehr zählen. Das was er immer gerne gemacht hat ist, dass er den Geschichten der reisenden Abenteurer gelauscht hat, welche Geschichten erzählten, die er so begeistert aufnahm und er sich wünschte auch, mal so ein Abenteuer erleben zu dürfen.

 

Balfour hörte bei diesen Reisen, von Schnee, von Regen, von Stürmen die einen die Haare verzwirln. Und auch hörte er davon, wie es ist als Mensch Gefühle zu haben, wie es ist ganz schmackhaft in einen Apfel zu beißen, dass der Saft an den Backen herunterläuft. Auch hört er davon wie es ist eine andern Menschen zu spüren, zu küssen und sich zu Lieben. Was er aber nicht verstehen konnte waren die andern Geschichten, die von Leid, von Schmerz und Kummer erzählten.

 

Das war ihn ein Buch mit sieben Siegeln. Er konnte nicht verstehen wie es ist Schmerz zu fühlen.

 

Er konnte sich erinnern, dass er das schon irgendwann mal vor Äonen von Jahren gemacht hatte. Ihm war aber entfallen wie sich das Anfühlt.

 

Er war so begeistert, er bekam richtig Fernweh, er wollte all das Erleben von dem er gehört hatte.

 

Balfour ging an die Planung. Es soll das Abenteuer seines Lebens werden, eine Reise zur Erde. Wow, wie geil ist das denn.

 

Die Planung war in vollem Gange, und er wusste, dass sich weitere Seelen auch auf den Weg machten. Auch Freunde von ihm waren mit der Planung beschäftigt. Er fragte den einen und den anderen gewisse Rollen auf der Erde zu übernehmen. Diese stimmten zu. Aber nicht alle wollten die Rolle einnehmen, die er sich gewünscht und gebraucht hatte.

 

Er benötigte nun Seelen, die ihn in den Bereich brachten, den er so wenig verstand. Diese Sollten ihn zeigen und lehren wie es ist sich verlassen zu fühlen, wie es ist sich zu verlieren, und auch wieder zu finden und vieles mehr in diese Richtung.

 

Für diese schwere Aufgabe hatte er keinen gefunden. Balfour ging zu Gott und bat ihn um Rat, er wollte doch dass diese Reise ein Erfolg würde und er dabei nichts auslassen möchte.

 

Gott hörte Balfour geduldig zu und meinte anschließend: „Hast Du dir da nicht ein wenig viel vorgenommen“?

 

Nun gab er ihm den Tipp, immer wenn er will die Rolle ins Positive ändern zu können, wenn es ihm zu viel würde hätte er die Möglichkeit dazu. Balfour war nicht erfreut darüber hatte sich aber überlegt wie er unverletzt aus dem Abenteuer wieder herauskommt. Balfour sagte: “Jetzt habe ich alles was ich will, ich habe auch Sicherheitspackete und Reißleinen und mehrere Not-Aus eingebaut. Ganz geknickt sagte er noch: „Wie komme ich nun an den Punkt, dass ich auch so tief in das Abenteuer einsteigen kann, dass ich das Verlieren meiner Flügel lernen kann? Um nachher wieder zu lernen wie man wieder frei fliegt“?

  

Gott entgegnete: „Du weißt schon, dass ist eine schwere Aufgabe, eine sehr schwere. Das können nur Freunde machen, nur deine liebsten Freunde, und sonst kein anderer!“

 

Balfour lies die Ohren hängen. Er erahnte, was er von seinem Freunden nun abverlangte.

 

Er ging zurück in seine Heimat. Er überlegte lange. Nachdem er reiflich überlegt hatte ging er zu seinen liebsten Freunden und trug ihnen die Bitte vor. Diese wussten aber schon von seinem innigsten Wunsch, und wie sehr er es sich darauf freute Freud und Leid auf der Erde zu erleben. Dem All-Inklusiv Urlaub mit allem was dazugehört.

 

Seine Freunde stimmten zu ihm dabei zu helfen.

 

Nur hatten sie eine Bedingung gestellt.

 

Unter keinen, und wenn sie sagten, dann wirklich unter keinen Umständen gebrochen werden dürfen. Sie dürfen sich nicht zu erkennen geben, er darf nicht wissen wer sich hinter diesen Menschenseelen verbirgt.

 

Nur so können sie sicherzustellen, dass dem Balfour auch das geboten wird was er sich wünscht. Wenn er genug gelitten und gelernt hat, darf der Vorhang gelüftet werden, dass das alles nur eine von ihm gewünschte Lebenserfahrung ist.

  

Alle waren sich nun einig. Die Reiseplanungen waren abgeschlossen.

 

Jetzt ging es nur noch um den Starttermin.

 

Es mussten nun seine Freunde seinen Weg, sein Heim vorbereiten und reisten schon Jahre vor ihm los. Sie sorgen für die Kulisse, für alle Rahmenbedingungen, dass alles genau so aussieht wie Balfour es sich gewünscht hat.

 

Nun war auch die Zeit gekommen und Balfours Reise begann.

Er ging als erstes durch den Kanal des Vergessens.

 

Alles Wissen um Garten Eden und seiner Herkunft blieben oben.

 

Er war geboren. Seine Freunde die vorangegangen waren warteten schon auf ihn.

 

Was Balfour zu diesem Zeitpunkt nicht mehr wusste, war dass alle andern Freunde von oben nun über ihn wachten und auch dafür sorgten, dass sein Leid nicht zu groß werden würde. Dass diese Freunde sich darum kümmern werden, dass seine Planungen auch umgesetzt werden.

 

Sie lenken und steuern wenn es doch zu ihm viel wird.

 

Balfour ging durchs Leben er genoss alles. Er schwärmte geradezu wie schön es ist Mensch zu sein. Grippe und Co machten ihm wenig aus. Auch war er Beruflich sehr aktiv, begehrt und beliebt. Er war die Stütze für viele. Das All-Inklusiv schien ein voller Erfolg zu werden. Nur vergaß er, dass einer seiner schwierigsten Abenteuer ihm noch bevorstand. Es war sein Wunsch davon überrascht und übermannt zu werden.

 

Als der Tag kam und er das schwerste Abenteuer bestritt verließ ihn der Mut. Er war so übermannt und überrannt, dass sich ein Teil seiner Seele in Sicherheit brachte, um nicht Schaden zu leiden. Ihm verließ nun aller Mut.

 

Alles war nun recht, aber nichts war wirklich hilfreich.

 

Ein Freund sagte nun zu ihm: „Wenn du nun meinst Alleine zu sein, alles verloren scheint, Du deine Flügel verloren zu haben scheinst. Wenn Du den Mut verloren hast und Du denkst es geht nicht mehr weiter besinne dich deiner Freunde.“

 

Belfour hörte die Worte, aber er verstand sie aber nicht. Eher im Gegenteil er wurde noch gedrückter in seiner Stimmung.

 

Er kannte nur noch die Welt im Realen und ihm war nicht mehr Bewusst war wo seine wahren Wurzeln sind.

 

Nun sind alle Freunde aus Garten Eden in höchster Konzentration, und auch Sicher, dass sie es schaffen dem Belfour zu helfen.

 

Einzige Bedingung ist: „Streck nur deine Hand aus, und wir helfen.“

 

Umgehend und Sofort.

 

Das ist die Geschichte vom Engel Belfour, der auf Reisen ging, um zu erleben. Und wie die Geschichte zu nun Ende geht fragst Du?

 

Versetz dich in die Rolle des Engels Belfour.